10 – Die Reise der Steine

Video 3 erklärt den Abflusskorridor über den Flugplatz.

Bei einem Hochwasser bleibt kein Stein auf dem anderen. Wenn sich die Wassermassen in einem Fluss innerhalb kürzester Zeit vervielfachen, besteht für das Umland nicht nur die Gefahr von Überschwemmungen, es kommt gleichzeitig auch unheimlich viel Material in Bewegung: Steine, Schlamm, Kies, Baumstämme und Äste. Im August 2005 bildete sich bei der Mündung der Lütschine in Bönigen ein Teppich aus Schwemmholz. Was unterwegs nicht irgendwo über die Ufer gespült worden war, breitete sich im See aus.

Die Lütschine führt auch in ruhigeren Zeiten stets Geschiebe mit sich und lagert es in der Mündung ab. So entstehen die für die alpinen Flüsse und Bäche typischen Deltas. Für den Schutz vor Hochwassergefahren ist es zentral, dass nicht zu viel Material liegenbleibt und sich die Lütschine so zurückstaut. Im Kieswerk an der Mündung entnimmt ein Bagger deshalb regelmässig Geschiebe, das anschliessend zu Baumaterial aufbereitet wird. Diese Bewirtschaftung ist ein weiteres, wichtiges Puzzleteil in den gesamten Hochwasser-Schutzmassnahmen entlang der Lütschine.

Die Entnahme von Geschiebe beim Delta der Lütschine liefert Grundstoffe für Baumaterialien, ist aber gleichzeitig wichtig um zu verhindern, dass sich das Flussbett nicht zu stark füllt.

Impressionen 2005 – 2025

Das Hochwasser und die baulichen Massnahmen